Geschichte TSV 06 Rodenkirchen

Chronik des TSV 06 Rodenkirchen e.V.

Im Jahre 1906 trafen sich beim Frühschoppen in dem damaligen Vereinslokal " Zum Postwagen " einige Mitglieder des Rodenkirchener Turnvereins " Gut Heil ". Nach langer Diskussion entschloss man sich zur Neugründung eines Vereins und gab ihm den Namen" Turnverein Einigkeit ".

Die Gründer des Vereins waren Josef Berger, Andreas Esser, Fritz Esser, Paul Esser, Michael Dreimüller, Peter Dreimüller, Johann Profitlich, Adam Schäfer und Josef Schiffer. Unter den damaligen schwierigen Umständen wurde ein reger Sportverkehr getrieben, bei dem Rodenkirchens Athleten mancher Sieg zufiel.

3000 Zuschauer

Sechs Jahre Später, 1912, wurde in einem Raum der Gaststätte " Bart " eine Turnhalle eingerichtet.
Welche Schwierigkeiten die Beschaffung von Geräten und Ausrüstung bereitete, kann man sich heute kaum noch vorstellen. Der 1. Weltkrieg unterbrach die Aktivität der jungen Sportler natürlich, jedoch war man sich über die Bedeutung des Sports einig und betätigte sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Daher war es auch nicht ganz überraschend, dass im Jahre 1916 in Rodenkirchen ein Fußballverein gegründet wurde. Man nannte ihn " Borussia 1916 " und wählte Heinrich Schicht zum 1. Vorsitzenden.

Auch diese Gründerjahre waren keine Herrenjahre, denn Bälle, Tore und Sportkleidung mussten unter schwierigen Voraussetzungen organisiert werden. Bald stellte sich jedoch der Erfolg ein . Die Zahl der Mitglieder und Anhänger wuchs ständig. So kam man 1920 zu der heute leider nicht mehr populären Einsicht, sich mit einem anderen Verein zusammenzuschließen, um noch stärker zu werden. Die beiden Vereine " Turnverein Einigkeit und Borussia 1916 " fusionieren und einigten sich auf den Namen " Turn- und Sportverein 06 Rodenkirchen ". Als 1. Vorsitzender wurde Jakob Grobben gewählt.

Der Erfolg stellte sich auch wirklich ein. Die Leichtathleten errangen viele Siege und die Fußballmannschaft stieg von der C- in die B- und dann sogar in die A- Klasse auf. 1931 wurde die 1.Schülermannschaft des Vereins gemeldet.

Während des 2.Weltkrieges ruhte das Rodenkirchner Sportgeschehen. Nach dem Ende, 1945, war Rodenkirchen zu 80 % zerstört, die Bewohner z.T. evakuiert, die Männer und die männliche Jugend gefallen oder in Gefangenschaft. Trotzdem war die Liebe zum Sport nicht verloren . 1945 wurde der Sportbetrieb wieder aufgenommen. Dies ist in erster Linie Adam Faßbender, Theo Baumgarten und Michael Klein zu verdanken. Sie waren es, die die Bombentrichter füllten und die Platzanlage an der Dammstraße wieder in Ordnung brachten. Darüber hinaus konnte noch eine gute Fußballmannschaft nominiert werden, der im Jahre 1947 eine Handballmannschaft folgte.
In der Saison 1946/47 wurde der Aufstieg erspielt, in der Saison 1947/48 stieg man wiederum auf und spielte somit in der damals höchsten deutschen Amateurklasse.

Leider stiegen die Fußballer durch viel Pech und Verletzungen 1949 und 1950 ab, schafften aber bereits 1953 wieder den Aufstieg in die Landesliga, in der man bis 1957 spielte. In diesem Jahr musste der Weg in die 1.Kreisklasse angetreten werden. Im Oktober 1966 übernahmen Heinrich Jansen ais 1. Vorsitzender und Hermann Benken als Geschäftsführer einen zerstrittenen TSV und sorgten nach turbulenten Versammlungen wieder für einen normal funktionierenden Verein.
Auch sei hier noch Herbert Esch erwähnt, der durch den persönlichen Einsatz die finanzielle Lage meisterte.

Von 1957 bis 1971 spielten die Fußballer in der 1. Kreisklasse, die sie nach viel Pech 1971 verlassen mussten. Im Jahr 1974 erreichten sie den Wiederaufstieg in die 1. Kreisklasse. Durch einen 2. Tabellenplatz und der Fusion mit der Fußballabteilung des SV Nordstern Köln gelangten sie 1977 in die Bezirksliga. Die ersten beiden Jahre waren vom Abstiegskampf bestimmt.

1980 und 1981 wurden gute vordere Mittelfeldplätze erkämpft. Doch ein Jahr später erwischte es den TSV erneut und man musste in die jetzige Kreisliga A (1.Kreisklasse) absteigen. Viele Spieler verließen den Verein und so war es nicht verwunderlich, dass auch diese Klasse nicht gehalten werden konnte. Der Abstieg in die Kreisliga B war vorherzusehen. Auch in dieser Spielklasse tat sich der TSV sehr schwer.
Zwei Jahre kämpfte man auch hier gegen den Abstieg - mit Erfolg.

Die Saison 1984/85 zeigte einen TSV mit zwei Gesichtern. Zur Halbzeit fast hoffnungslos auf dem Abstiegsplatz erkämpfte sich eine völlig neu formierte Mannschaft den Klassenerhalt. Jugendspieler werden wieder gerne aufgenommen und systematisch eingebaut. 1986 erreichte man schon einen beachtlichen 7. Tabellenplatz. Vielleicht richtet es sich und in Rodenkirchen wird wieder guter Fußball gespielt. So war es dann auch.

1990 dann der ersehnte wiederaufstieg in die Kreisliga A.
Abgeschlossen war das Kapitel der Zugehörigkeit zur Kreisliga B schließlich waren es immerhin einige Jahr. Diese Zugehörigkeit hat bis heute noch Bestand und sogar mit beachtlichen Erfolg.

Handballabteilung (1930 – 1993)
Auch die Gründung einer Handballabteilung im TSV geht auf die Zeit um 1930 zurück. Gründer und Spieler in dieser Zeit waren z.B. Flender, Karl Müller, Rick, Bosse,Barth, Johann, um nur einige zu nennen. Es wurde mit wechselndem Erfolg gespielt, ohne allerdings in obere Klassen aufzusteigen. Im Krieg 1939 - 1945, brach der Spielbetrieb zusammen, aber schon 1946 wurde unter Otto Bosse die Abteilung wieder neu gegründet. Bald waren eine 1. Mannschaft und eine Jugendmannschaft trotz Kalorienmangel zusammen.
Die Trikots waren selbst zusammengeschneidert worden, die Bälle aus Kunstleder. Stolz und dankbar waren alle, als 1949 die ersten Trikots - weißes Hemd mit rotem Brustring und roter Hose - gekauft werden konnten. Bereits 1950 stieg die 1. Mannschaft in die 1,Kreisklasse auf, die B-Jugend spielte um die Bezirksmeisterschaft. 1958/59 war eine erfolgreiche Saison; die 1. Mannschaftstieg in die Bezirksklasse (Kreisliga) auf, erstmalig spielten - zwei männliche und eine weibliche Jugendmannschaft. Leider musste die 1. Mannschaft ein Jahr später die Kreisliga durch Abstieg wieder verlassen.

1960 trat der langjährige Obmann Otto Bosse zurück, dadurch geriet die Abteilung in schwere Krisen: Abstieg in die 2. Kreisliga, sonntags konnte kaum eine Mannschaft aufgestellt werden, eine Jugendmannschaft war nicht mehr vorhanden. In dieser schweren Zeit haben besonders Herbert Weber, Horst Globies, Horst Beier, Kühn und Dettbarn die Abteilung vor der Auflösung bewahrt. Ab 1961 ging es wieder aufwärts, es kamen neue Spieler dazu und bereits 1962 war der Aufstieg in die 1. Kreisklasse wieder erreicht.
Handballobmann Herbert Weber setzte sich unermüdlich für die Belange der Handballabteilung ein und ist maßgebend und richtungsweisend für den weiteren Aufbau.
Herrn Weber gilt dafür ein besonderer Dank. Sein Idealismus für den Handballsport sollte für die Jugend ein Ansporn sein. 1963 wurde wieder eine Jugendmannschaft gebildet, die bekannten Handballturniere um das " Silberschild " von Rodenkirchen lebten wieder auf. Ab 1965 war der Hallenhandball stark im Vormarsch. Um in etwa mit den Vereinen mit Halle sich messen zu können, wurden Trainingsabende in Müngersdorf, Nippes und sogar bis Pesch in Kauf genommen. Mühevoll war es schon, bis eine Halle der Gesamtschule im Sürther Feld gebaut wurde. Der, besonders von der jetzt älteren Generation geliebte Feldhandball, wird nicht mehr gespielt, weil sich keine Gegner mehr finden lassen. In den Vergangenen Jahren ging es mit dem Handball beim TSV 06 Rodenkirchen mit wechselnden Erfolgen wieder aufwärts.

Man spielt Zeitweise mit sieben Mannschaften. Die Damen - Mannschaft spielt in der Höchsten Kölner Klasse der Kreisliga. Die Herren - Mannschaft strebt dieses Ziel in der Saison 1986/87 an. Eine 2. Damen - Mannschaft und eine 2. Herren - Mannschaft rundete den Seniorenbereich ab.

Ab der Saison 1990/91 ging die Handballabteilung nach vielen Abgängen guter Spieler und Spielerinnen Mitgliedermäßig sehr zurück, sodass 1993 diese Abteilung beim Verband abgemeldet wurde.

" A l t e H e r r e n "
Tradition in einem Junggebliebenen Verein

Die "Alten Herren" ( AH ) des TSV 06 Rodenkirchen verstehen sich als traditionsbewusster Teil eines Gesamtvereins, der ganz überwiegend von den sportlichen Aktivitäten Lebensjüngerer bestimmt wird.

Die AH - Abteilung hat derzeit 48 Mitglieder, wovon 21 Aktive den fußballerischen Teil bestreiten und 27 Inaktive das AH - Team ergänzen. Eine besondere Kameradschaft, die sich nicht nur in der stets bemerkenswerten 3. Halbzeit widerspiegelt, verbündet die Mitglieder dieser Abteilung im TSV 06 Rodenkirchen. dabei ist die Altersstruktur zwischen Anfang 30 und 75 besonders hervorzuheben, zumal der Alters- und Generationsunterschied nicht trennt sondern verbindet.

Wie schon in den vergangenen Jahren konnte die AH auch 1994 wieder mit einem positiven Spielgeschehen abschließen.

So wurden 1994 insgesamt 49 Spiele ausgetragen, davon 21 gewonnen, 13 Spiele gingen unentschieden aus und 15 Spiele wurden verloren. Das Torverhältnis fiel mit 88.86 gegenüber den Vorjahren äußerst knapp aus. Hier muss 1995 erheblich mehr getan werden.

Insgesamt hat die AH seit Gründung im Jahre 1953 2044 Spiele ausgetragen und hat davon 945 Spiele gewonnen, 411 endeten unentschieden und 652 Spiele wurden verloren.

Das Torverhältnis beträgt seit dieser Zeit 4839 : 4097 Tore.

Die AH spielt aber nicht nur Fußball, sie trägt auch durch viele gelungene Veranstaltungen z.B. Kostümfest, Tanz in den Mai etc. zu einem gemütlichen Vereinsleben innerhalb des Gesamtvereins bei.

 

Allgemeine Situation des TSV 06 Rodenkirchen e.V.

Der TSV ein Verein mit ca. 300 Mitgliedern einer der alten traditionsreichen Kölner Sportvereine hat mittlerweile die 100 Jahresmarke überschritten.

Derzeitiger Vorstand:

1.Vorstandsvorsitzender: Jürgen Weinzierl

Vorstand: Olivier Weber, Jürgen Meisenbach, Jan Klöpping

Gegründet seinerzeit als Fußballverein unterhielt er auch eine Handballabteilung ( s. Chronik ). Die bekannteste war aber die Fußballabteilung.

Neben der Seniorenabteilung bestehend aus der 1.,2. und 3. Mannschaft, der Alten Herren - Mannschaft gibt es in fasst allen Altersklassen optimal besetzte Jugendabteilungen. Unser Jugendleiter sowie seine Trainer und Betreuer können derzeit personell wie sportlich in allen Altersklassen von Bambini - A - Jugend aus den vollen schöpfen. Hier sind besonders diese Mitglieder zu nennen, die sich als Trainer oder Betreuer von Jugendmannschaften zur Verfügung stellen. Aber nicht nur auf unsere Jugend kann man stolz sein, gleiches gilt auch für unsere Senioren und Alt-Herrenmannschaft. Ihr positiver Teamgeist, die sagenhafte Kameradschaft sowie das Engagement einzelner Spieler auch außerhalb des Fußballplatzes für den Verein ist lobenswert. Auch die Öffentlichkeitsarbeit wird im Verein gepflegt. So erscheint vierteljährlich die Vereinszeitschrift " TSV - aktuell " die derzeit in mühevoller Kleinarbeit in lobenswerter Weise von einigen Vereinsmitgliedern, hier wäre Günter Zimmermann und Werner Weber - Verlinden besonders zu nennen, zusammengetragen und gestaltet wird.

Unser Schmuckkästchen Clubheim " Sportblick "

Seit einigen Jahren bemühte man sich angesichts der Ausdehnung unseres Sportvereins ein eigenes Vereinsheim zu bauen. Wie so oft im Leben, so schieden auch hier immer wieder die Geister. Im Jahr 1985 nach Erledigung vieler Kleinarbeit durch den damaligen 1.Vorsitzenden Heinz Schrankel wie zum Beispiel Teilnahme an Ratssitzungen, politischen Sitzungen, Verhandlungen mit dem Liegenschaftsamt und Katasteramt entschied man sich im Vorstand endgültig im September 1986 für diese Idee.

Manche Schwierigkeiten waren noch zu überwinden, ehe die finanziellen Mittel bereit lagen und das bebauende Terrain abgesteckt werden konnte. Für die Pläne und architektonischen Entwürfe wurde ein hervorragender Architekt beauftragt. Man behauptet, wo ein Wille sei, sei auch ein Weg. Daß wir hier die Wegstrecke bis zur Grundsteinlegung, welche am 23. Oktober 1988 stattfand abkürzen konnten, verdanken wir der tatkräftigen Unterstützung durch den Regierungspräsidenten, dem Sport- und Bäderamt, federführend die Herren Anton und Gerhards, der Stadt Köln Bezirksverwaltungsstelle 2 Herrn Stolz und allen, die uns bei der Planung dieses Vorhaben mit Rat und Tat uneigennützig zur Seite gestanden haben.

Von nun an wurde das Bauwerk in Angriff genommen. Jeder Fortschritt wurde verfolgt und gesehen, wie uns jeder aufgesetzte Stein dem Ziel näher brachte. Zimmermänner und Dachdecker sorgten dafür, dass auch von oben her das haus geschlossen wurde. Die Installierung von Fenster und Außentüren sorgte dafür, dass erstmals der bau von außen gesichert wurde. Bis ein haus steht, gibt es viele Sorgen. Materialien wurden teurer, Krankheit raubte uns wertvolle Arbeitskraft, Frostzeiten verursachten Verzögerungen. Zum Schluss aber hat alles durch fleißige Arbeit doch noch geklappt.

Dann war es soweit; der grüne Richtkranz hoch oben auf dem Dachfirst lässt seine bunten Bänder lustig im Winde flattern. Wir schreiben den 21. Mai 1989. Die Rohbaufertigstellung wurde am 8. Juni 1989 vom Bauaufsichtsamt der Stadt Köln angezeigt.

Der Innenausbau wurde maßgeblich von den Mitgliedern selbst, vor allem von den Herren der AH - Abteilung geleistet, wie zum Beispiel Sanitär-, Heizungs- und Elektro-Anlagen, dazu Verlegung der Estrichböden. Wände von Dusch- und Sanitärräumen wurden gefliest sowie in allen Räumen die Bodenfliesen verlegt. Anstrich von Decken und Wänden erfolgte ebenfalls. Besonderen Dank gilt allen den Mitgliedern, die im Arbeitsteam, jeden Freitag Nachmittag und Samstag in Aktion unter der Bauleitung von Heinz Schrankel, Werner Weber Verlinden und Günther Baumgardt angetreten sind.

Dank auch der materiellen Hilfe großzügiger Freunde und Förderer haben wir ein Vereinsheim bekommen, dass man als beispielhaft bezeichnen darf.

Unsere Clubanlage

Der Sportplatz Auf dem gepflegten Sportplatz mit installierter Flutlichtanlage fand schon so manche Fußballschlacht statt. Eine Stehtribüne für unsere Zuschauer ist auch vorhanden. Umgeben ist die gesamte Anlage mit gesunden Bäumen und sehr viel grünen Pflanzen.

Ein Vereinsheim, das sich sehen lassen kann. es ist praktisch das Schmuckstück der Anlage. Reger Betrieb in angenehmer Atmosphäre herrscht in unserem Clubheim vor allem nach den Heimspielen der Senioren sowie Jugendmannschaften der Fußballer. Auch für Vereinsfeiern aller Art ist unser Clubheim bestens geeignet. Die optimalen Räumlichkeiten garantieren geradezu gute Stimmung.

Die Terrasse Die Terrasse befindet sich unmittelbar vor dem Eingang unseres Vereinsheimes, auf der man einen guten blick zum Sportplatz hat. Im Sommer bei Heimspielen unserer Senioren -Mannschaften ein schönes Plätzchen für ein gemütliches Schwätzchen bei Kaffee und Kuchen.

 

 

Unsere Sponsoren

Figero GFS DelBajazzo CTS Media Fair Play AHW - Steuerberater, Wirschaftsprüfer, Rechtsanwalt Sport Engels Voswinkel Duschat e-weinzierl Jupp Schlömer Fleischwarenfabrik Ing. Büro Urbach KG Cansan F.W. Müller AXA Geschäftsstelle Claus Decker