RHEINSÜDER C-MÄDCHEN SCHAFFEN DEN EINZUG IN DIE WDFV-HALLENMEISTERSCHAFT

05.02.2018 18:36

Sensationell schnitten unsere C-Juniorinnen beim Norbert-Petry-Pokal, dem Finalturnier des Fußballverbands Mittelrhein, ab. Als viertplatziertes Team qualifizierten sie sich wie der 1. FC Köln, Bayer 04 Leverkusen und Alemannia Aachen für die Westdeutsche Hallenmeisterschaft in zwei Wochen in Duisburg. / BERICHT Norbert Petry-Pokal siehe Klapptext / SPIELPLAN WDFV-Hallenmeisterschaft am 17./18.02.2018 ZEITPLAN. Die Teilnehmergruppen werden vor Beginn des Turniers ausgelost...

Nach dem Turniersieg bei der Hallenkreismeisterschaft vor 2 Wochen in eigener Halle konnten sich die C-Juniorinnen beim FVM-Hallenpokal durch einen hervorragenden 4. Platz ein Ticket sichern für den in 14 Tagen in Duisburg stattfindenden Hallenpokal des Westdeutschen Fußballverbands , die Meisterschaft der 10 besten Hallen-Teams Westdeutschlands. In überzeugender Manier und mit einer mal wieder beeindruckenden mannschaftlichen Geschlossenheit konnten sich unsere Mädels im Turnier mit den Vertretern aus den anderen Fußballkreisen des FVM durchsetzen und können sich nun in einem Atemzug nennen mit Bayer 04 Leverkusen, Alemannia Aachen und dem 1. FC Köln als die Vertreter des FVM für Westdeutschland. Und im Spiel um den 3. Platz gegen den 1. FC Köln hatte unsere Mannschaft den übermächtig erscheinenden Gegner nach großem Kampf am Rande einer Niederlage. Herzlichen Glückwunsch, wir sind sehr stolz auf das Team.

Bericht:

Am Samstagmorgen, 03.02.2018, stand der Norbert-Petry-Hallenpokal des FVM auf dem Programm unserer C-Juniorinnen, zu dem sich unsere Mädels durch den Gewinn der Hallenkreismeisterschaft qualifiziert hatten. In einem Turnier  an dem aus allen Fußballkreisen des FVM ein Vertreter sowie der Titelverteidiger des Vorjahres (Bayer 04 Leverkusen) teilnahmen, trafen wir in Gruppe A auf die SG Erfthöhen 98, den SV Merken, den SV Menden und den 1. FC Köln. Unser Ziel war es, mindestens auf Platz zwei in dieser Gruppe zu landen, damit ins Halbfinale einzuziehen, was gleichbedeutend mit unserem großem Traum gewesen wäre, der Qualifikation für die Westdeutsche Hallenmeisterschaft in Duisburg, einem zweitägigen Turnier der 10 besten Hallen-Teams des WDFV.

In den erfolgreichen Turnieren zuvor war es immer unsere Stärke gewesen, mit vollbesetztem Kader anzureisen, viel zu wechseln und, egal welche Formation gerade auf dem Feld stand, eine schlagkräftige Truppe parat zu haben, mit der wir in 3 Turniere zwei erste Plätze und einen dritten Platz „abräumen“ konnten. In diesem Winter hatte uns bis heute erst eine Mannschaft geschlagen, nämlich SGS-Essen, im Frauenfußball ein Bundeligist. Ausgerechnet heute aber mussten wir aber auf zwei wichtige Spielerinnen verzichten, Vianne und Julia waren verletzt bzw. krank, hatten uns aber dennoch auf der Tribüne fantastisch unterstützt – ein tolles Team! Damit fielen aber zwei erfahrene und für uns zentrale Spielerinnen, eine in der Defensive, eine in der Offensive, aus. Dies mussten wir als Team nun kompensieren. Dass wir in dieser Saison ein sehr junges Team sind, ist ja nun eh keine Neuigkeit mehr, in diesem Turnier traten wir dann als reine U14 auf. Aber Alters- oder Größenunterschiede schüchtern uns auch schon lange nicht mehr ein…

Das erste Spiel bestritten wir gegen die SG Erfthöhen 98, ein Gegner, gegen den wir in unserem ersten Hallenturnier dieses Jahres in Bad Münstereifel schon einmal 0:0 gespielt hatten. Von diesem Spiel blieb uns insbesondere ein sehr guter Torwart des Gegners in Erinnerung, der damals mehrere Großchancen von uns bravourös vereitelte. Dieses Mal wollten wir aber mehr und direkt mit einem wichtigen Sieg ins Turnier starten. Vorgabe des Spiels war, die Coolness vor dem Tor zu behalten. Wir würden schon zu Torchancen kommen, die sollten wir dann clever nutzen. Wir brauchten drei, vier Minuten, um uns zu akklimatisieren, kamen immer besser ins Spiel, standen hinten sehr sicher und ließen im ganzen Spiel keine ernsthafte Torchance des Gegners zu. In der 10. Minute der 15-minütigen Spielzeit kam dann die eine große Torchance für uns. Lotte wurde super freigespielt, stand alleine vor dem Torwart, tanzte ihn aus und vollstreckte eiskalt in die Ecke, 1:0. Diesen Vorsprung spielten wir souverän über die Zeit, ohne ernsthaft in Gefahr zu geraten. Das war wichtig, wurde doch direkt zu Beginn der nach dem 1. FC Köln vermeintlich schwerste Gegner der Gruppe geschlagen.

Im zweiten Gruppenspiel erwarteten wir den SV Merken, die ihr Spiel zuvor gegen den SV Menden nur Unentschieden gespielt hatten und somit schon etwas unter Zugzwang standen. Auch diese Mannschaft kannten wir von unserem zweiten Hallenturnier in Bergheim und wussten somit um die herausragende Qualität derer Mittelstürmerin. Auf sie ist das ganze Spiel des SV Merken zugeschnitten, sie verteidigen hinten konsequent mit 2-3 Spielerinnen und spielen jeden Ball auf die Stürmerin, die sich oft genug durchsetzen kann und immer wieder ein Spiel alleine entscheiden kann. Schlüssel zum Erfolg in diesem Spiel sollte sein, diese Spielerin durch harte, konsequente Manndeckung auszuschalten. In der Offensive sollten wir stark genug sein, um uns einige Torchancen herauszuspielen. Genau so kam es. Rosalie fing als Manndeckerin gegen die gegnerische Stürmerin an und machte ein überragendes Spiel. Sie schaltete die Spielerin über die komplette Spielzeit aus und schaltete sich immer wieder effektiv ins Spiel nach vorne ein. Schon früh gingen wir in der dritten Minute durch eine von Judith getreten Ecke, die ein Gegner ins Tor abfälschte, in Führung. Nach vorne hatten wir in diesem Spiel zahlreiche Torchancen, toll herausgespielt, allerdings vergaben wir diese, oft alleine vor dem Torwart stehend, durch einen zu hektischen Abschluss. Ein weiteres Tor wollte uns nicht gelingen, so blieb es bis zum Schluss spannend. Letztlich aber retteten wir auch dieses 1:0, nach Torchancen hochverdient, über die Zeit.

Somit waren wir vor unserem dritten Spiel gegen den SV Menden in bester Position, unser großes Ziel zu erreichen. Noch ein weiterer Sieg, und wir hätten den 2. Gruppenplatz und damit die Halbfinal-Teilnahme sicher, egal wie das Spiel gegen den 1. FC Köln ausgehen würde. SV Menden, ein guter Bekannter aus der letzten Bezirksliga-Saison zu Beginn dieser Spielzeit, hatte vorher schon haushoch gegen den 1. FC Köln verloren und sein anderes Spiel nur Unentschieden gespielt, sie waren also schon mit einem Bein raus aus dem Turnier. Wir waren natürlich bis in die Haarspitzen motiviert und voller Siegeswille starteten wir ins Spiel. Es folgte ein Feuerwerk unsererseits zu Beginn des Spiels und insbesondere von Lotte. Schon nach 15 Sekunden machte sie das 1:0 und ließ in der 2. Minute per schnell ausgeführtem direkten Freistoß das 2:0 folgen. Franka traf in der 3. Minute zum 3:0 und alle Zweifel über unseren Halbfinaleinzug wisch Lotte mit ihrem vollendeten Dreierpack in der 4. Minute vom Tisch. Überragende, furiose erste 5 Minuten – danach ließen wir es etwas lockerer angehen. Ungefährdet brachten wir den 4:0-Sieg ins Ziel und waren damit jetzt schon qualifiziert für die Westdeutsche Meisterschaft! Was für ein Erfolg!!

Nun wollten wir auch gegen den Eff-Zeh zeigen, was wir können. Nach den Auftritten des 1. FC Köln gegen die anderen Mannschaften wussten wir um deren starke technische Fähigkeiten sowie exzellente Spielübersicht bei Überzahlsituationen, wir waren also gewarnt und wollten mit konsequentem Zustellen des Gegners das Spiel offen gestalten. Dies gelang uns auch sehr gut, mit toller Moral, größter Laufbereitschaft und hohem Kampfeswillen konnten wir nicht nur unser eigenes Tor verteidigen, sondern auch selbst Torchance kreieren. So entwickelte sich ein Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, Stephanie wuchs im Tor über sich hinaus und vereitelte immer wieder Chancen, wenn sich der FC doch mal durch unsere Reihen kombiniert hatte. Insgesamt hätten wir in diesem Spiel das 0:0, das uns sogar zum Gruppensieg gereicht hätte, aufgrund unseres aufopferungsvollen Kampfes sicher verdient gehabt, aber 1:30 Minuten vor Schluss konnten wir dann einen herrlichen Konter doch nicht mehr verteidigen und mussten den Ball zum unglücklichen 0:1-Endstand passieren lassen. Der Jubel beim 1. FC Köln war groß, man merkte also, dass wir uns in dem Spiel den Respekt des großen Gegners erarbeitet hatten. Dennoch – ein großes Lob für dieses tolle Spiel. Man merkte halt, dass auf diesem Niveau kleinere Fehler gegen Top-Teams bestraft werden.

Dennoch gingen wir erhobenen Hauptes als Gruppenzweiter gegen den Sieger der anderen Gruppe, Alemannia Aachen ins Halbfinale, eine Mannschaft, die in der Gruppenphase alle ihre Gegner geschlagen hatte, inklusive Bayer 04 Leverkusen. Für uns war es zu diesem Zeitpunkt die beste Mannschaft des Turniers, der wir im Halbfinale gerne aus dem Weg gegangen wären, daher tat die unglückliche Last-Minute-Niederlage gegen den 1. FC Köln umso mehr weh. In diesem Halbfinale wurden uns dann schon ganz klar unsere Grenzen aufgezeigt. Wir hatten, ehrlich gesagt, keine Chance, Aachen spielte nicht nur technischen Hochgeschwindigkeit-Fußball, wie auch der 1. FC Köln und Bayer Leverkusen, sondern waren uns auch körperlich deutlich überlegen, und das kommt nicht oft vor. So schickte uns die Alemannia mit einem klaren 0:3 ins kleine Finale um Platz 3 dieses Turniers.

Auch in diesem Spiel trafen wir wieder auf den 1. FC Köln, der sein Derby im anderen Halbfinale knapp mit 1:2 verloren hatte. Auch wenn wir nun unglücklicherweise zwei Spiele direkt hintereinander hatten (Halbfinale und Spiel um Platz 3) und in den letzten beiden Spielen einiges an Kraft gelassen hatten, wollten wir nun die Revanche gegen den 1. FC Köln nutzen und ein genauso packendes Spiel zeigen wie in der Vorrunde. Und es sollte noch dramatischer werden. Wieder gab es in dem Spiel ein Hin und Her, auf beiden Seiten entstanden Torchancen und die Zuschauer trauten ihren Augen nicht, als wir genau zur Mitte des Spiels (7:30 Minuten) durch eine mal wieder herrliche Kombination von Annalie und Lillika und einem dieses Mal coolen Abschluss von Annalie mit 1:0 in Führung gehen. Der Druck des 1. FC Köln nahm danach schlagartig zu, sie verlagerten das Geschehen komplett in unsere Hälfte und versuchten alles, um das Spiel noch zu drehen. Wir verteidigten mit Mann und Maus, waren am Ende aber offensichtlich stehend KO und am Ende unserer Kräfte. So waren es wieder die letzten zwei Spielminuten, in denen wir das Spiel sogar noch verlieren. Innerhalb von 22 Sekunden, es waren noch 1:50 bzw. 1:28 Minuten zu spielen, macht der 1. FC Köln zwei schnelle Tore und sichert sich Platz 3.

Natürlich waren wir erst einmal enttäuscht, da wir nun zwei Mal kurz davor standen, dem FC zumindest ein Unentschieden abzuringen. Dennoch, nach einigen Minuten der Erholung und spätestens bei der Siegerehrung nach dem Finale, das Bayer Leverkusen mit 1:0 gegen Alemannia Aachen gewann, waren wir unglaublich stolz, den Sprung unter die besten 10 Mannschaften Westdeutschlands geschafft zu haben. Und wir haben gerade durch die beiden Spiele gegen den 1. FC Köln das Selbstvertrauen gewonnen, dass wir im „Konzert der Großen“ auch für die eine oder andere Überraschung sorgen können. Wir freuen uns jedenfalls schon sehr auf unsere „Champions League“ in 2 Wochen in Duisburg, bei der wir über 2 Tage mit einem tollen Team auf 9 starke Gegner treffen werden. Mal schauen, was da so geht….

Sebastian Zander und Markus Mohn, Trainer

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