Entwicklungsgeschichte des VfL Sürth 1925 e.V.

Die Geschichte des VfL Sürth 1925 e.V. geht bis ins Jahr 1920 zurück. Damals inspirierten britische Besatzungssoldaten die Sürther zur Gründung einer Fußballspielgemeinschaft, „Sordia“ genannt. Die der katholischen Kirche und dem Turnverein angegliederte „Sordia“ bekam im März 1921 vom katholischen Kirchenvorstand ein Grundstück für einen Sportplatz überlassen, den sich der Turnverein, „Sordia“ und der katholische Jünglingsverein teilten. Oberdorf gegen Unterdorf – so lautete die damals populärste, regelmäßig ausgetragene Begegnung. Das Unterdorf hatte seinen Platz im Gebiet der Hauptstraße – Hammerschmidtstraße – Heidelweg. Das Oberdorf spielte in der sogenannten Villenkolonie, gegenüber dem Bahnhof.

1925  - Aus dem Jünglingsverein und der „Sordia“ gründet sich der Sportverein DJK Wacker 1925 Sürth. Der Sportplatz befindet sich an der Kreuzung des heutigen Heidelweg und der Remigiusstraße und war von einem mannshohen Bretterzaun umgeben.

1926 – Am 19. September gewinnt DJK Wacker 1925 Sürth das erste offizielle Meisterschaftsspiel gegen Viktoria Buchheim klar mit 9:0. Am Ende der Saison darf der Aufstieg in die höchste Spielklasse gefeiert werden. Drei Jahre kann sich die Mannschaft in der Gauklasse halten.

1931 – Am Pfingstfest wird ein Spiel der Sürther gegen eine holländische Mannschaft von sage und schreibe 1.000 Zuschauern besucht. Auch in Sachen Jugendfußball ist der Verein schon in den Gründerzeiten eine sportliche Premium-Adresse und sehr erfolgreich.

1933 erfolgt die Eingliederung der DJK-Vereine in den Westdeutschen Spielverband. Diesem politischen Zwang muss sich auch Wacker 1925 Sürth beugen, um weiter am Spielbetrieb teilnehmen zu können.

1934 werden die sportlichen Aktivitäten der DJK-Vereine gestoppt und DJK Wacker 1925 benennt sich in VfL Sürth 1933 e.V. um.

1935 steigt der VfL Sürth in die 2. Kreisklasse ab und kann wenig später auch den Abstieg in die 3. Kreisklasse nicht verhindern.

1941 wird der TV Sürth 05 und der VfL Sürth 1933 e.V. politisch motiviert zum neuen Verein TuS Sürth zwangsfusioniert. Im selben Jahr steigt die Fußballmannschaft wieder in die 2. Kreisklasse auf. Ein Jahr darauf gelingt fast die Rückkehr in die 1. Kreisklasse, doch nach Siegen über Weiß, Rodenkirchen und Wesseling scheitert die Erste Herrenmannschaft am späteren Kreismeister SC Brühl.

1943 muss der Spielbetrieb aufgrund der Einberufung vieler Spieler ganz eingestellt werden.

1947 wird der VfL Sürth 1933 e.V. wieder aus der Taufe gehoben und noch im selben Jahr werden wieder Jugendmannschaften gegründet: A1 und C1. Das erste Spiel der C1 gegen Fortuna Köln findet in Bayenthal statt - in Sporthosen, die teilweise aus dem Innenfutter ausrangierter Wintermäntel genäht wurden. Das Sportplatzproblem wird gelöst, indem dem Verein ein Grundstück hinter der Maschinenfabrik zur Verfügung gestellt wird. Im Verlauf der Bauarbeiten für den Sportplatz an der Remigiusstraße müssen einige hundert Kubikmeter Schotter und Untergrund herangefahren werden, um das Gefälle zwischen Fabrik und Straße auszugleichen – in dieser schweren Zeit eine Riesenleistung aller Aktiven und Inaktiven. Der Sürther Platz bekommt in der Nachkriegszeit zunächst einen schwarzen Aschenbelag.

1951 - Nachdem sich die Mannschaften des VfL Sürth 1933 e.V. mit den Jahren immer besser im Spielbetrieb etablieren konnten, werden die Senioren 1951 Meister in der 1. Kreisklasse. Ein Jahr später  ziehen die Jungendteams nach. 

1952 gewinnt die damalige C1 die Meisterschaft und ist auch in den folgenden Jahren sehr erfolgreich.

1957 spielen bereits drei Senioren-Teams und eine Alte-Herren Mannschaft für den VfL Sürth 1933.

1962 kommt es für die Jugendabteilung des VfL Sürth zu einem echten Highlight, als die Sürther A1 ihr Spiel um die Kreismeisterschaft gegen die A-Junioren des 1. FC Köln als Vorspiel zu einem Bundesligaspiel im Müngersdorfer Stadion vor 40.000 Zuschauern bestreiten. Endergebnis 0:0.

1966 wird das Vereinsheim mit Geschäftszimmer und Gaststätte eingeweiht, das über 3 Jahre in Eigenleistung erbaut wurde. Der schwarze Platzbelag muss einem neun, roten Aschenbelag weichen.

1980 - Nach diversen zwischenzeitlichen Ab- und Aufstiegen steigen die Senioren im Jahr 1980 wieder in die 1. Kreisklasse auf.  

1983 steht ganz im Zeichen des 50-jährigen Stiftungsfests.

1985 schaffen die Sürther Senioren den ersten Aufstieg in die Bezirksliga.

1989 wird der Vereinsname von VfL Sürth 1933 e.V. in VfL Sürth 1925 e.V. umbenannt. Damit soll dokumentiert werden, dass  man nicht erst unter der Nazi-Herrschaft mit dem Fußball spielen begonnen hat.

1989 erreichen die Sürther Senioren ihr bis heute bestes Vereinsergebnis: Platz 3 in der Bezirksliga.

1990 wird die Fertigstellung des neuen Vereinsheims  groß gefeiert.

1995 steigen die Senioren nach 10-jähriger Bezirksligazugehörigkeit in die Kreisliga A ab.

In der Folgezeit steigt die Mitgliederzahl des VfL Sürth 1925 e.V. stetig an und die schnell wachsende Jugendabteilung wird zu einer der größten und renommiertesten Adressen im Kölner Jugendfußball. Das große Engagement und das professionelle Ausbildungskonzept des Vereins tragen bald goldene Früchte. So können sich die verschiedenen Jugendteams der VfL Sürth 1925 e.V. in den Jahren nach der Jahrtausendwende über immer mehr Aufstiege, Meisterschaften und Pokalsiege freuen. Inzwischen sind die Jugendmannschaften des VfL Sürth deutschlandweit gern gesehene Gäst hochklassiger,  internationaler Turniere. Ein besonderes Highlight ist der Gewinn des Geißbock-Cup des 1. FC Köln der Sürther E-Junioren im Jahr 2006, der normalerweise fest in der Hand der Jugendteams der großen Bundesligavereine ist. Im selben Jahr wird der Sürther Hallencup geboren. Seitdem sind in jedem Winter an mehreren Turnierwochenenden die Jugendteams etlicher deutscher Bundes-, Zweit- und Drittligisten sowie vieler Topvereine aus dem benachbarten Ausland bei den Sürthern zu Gast.

2010 - Aus der immer problematischer und enger werdenden Platzsituation auf dem alten Ascheplatz an der Remigiusstraße und der Idee, die Fußball-Jugend in der Region in einem neuen Verein zu bündeln und so noch effizienter arbeiten zu können, wird die Idee zum Zusammenschluss des VfL Sürth 1925 e.V. und des Nachbarvereins TSV 06 Rodenkirchen geboren. Auch dort hat man die Zeichen der Zeit erkannt. Beiden Seiten ist klar, dass der kürzeste Weg konkurrenzfähiger zu werden und sich sportlich weiterzuentwickeln, eine Fusion der beiden Vereine ist. Und so wird  die Idee von beiden Vereinen schnellstmöglich umgesetzt und bereits im Jahr 2010 der FC Rheinsüd Köln 2010 e.V. aus der Taufe gehoben.

 

 

 

Unsere Sponsoren

Figero GFS DelBajazzo CTS Media Fair Play AHW Hunold & Partner mbB Steuerberater Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte Sport Engels Voswinkel Duschat e-weinzierl Jupp Schlömer Fleischwarenfabrik Ing. Büro Urbach KG Cansan F.W. Müller AXA Geschäftsstelle Claus Decker Bedachungen Hubge