Spielberichte C-Jugend

C4: AUSWÄRTSERFOLG /DER RETTER IN DER SCHLUSSMINUTE HIESS THOMAS „ICKE“ HÄSSLER

19.05.2014 09:45

Oops … falscher Link? Keineswegs, liebe treue Leserinnen und Leser der C-4-Jugend-Spielberichte, ihr seid wieder goldrichtig, um die Latest News über unsere am vergangenen Samstag, den 17. Mai 2014 abermals erfolgreichen Jungen zu erfahren, nämlich Dominik, Felix B., Felix E., Jonas, Joscha, Leon, Lucas, Mathias, Mathis, Max, Metin, Moritz und Ty, welche für das Auswärtsrückspiel gegen den derzeitigen Tabellendritten „SV Erfa 09 e. V. Hürth-Gymnich“ aufgeboten worden waren. 
Doch zunächst eine Rückblende. Wir begeben uns ins Jahr 1992: Fußball-EM in Schweden, und die seit dem WM-Titel 1990 erfolgsverwöhnte BRD-Elf gurkt ein schwaches Vorrundeneröffnungsspiel im Idrottspark-Stadion zu Norrköpping, und zwar gegen ein Team, das es kurz zuvor noch gar nicht gab, dessen Existenz überhaupt nur denselben gewaltigen politischen Umwälzungen geschuldet war, denen wir die Wiedervereinigung Deutschlands verdanken. Es geht am 12. Juni 1992 um die Partie gegen die GUS (Gemeinschaft unabhängiger Staaten) als Nachfolgegebilde der Sowjetunion.
89. Minute: Deutschland liegt 0:1 zurück und wird voraussichtlich bereits in der Vorrunde kläglich ausscheiden, da die formstarken Niederländer noch lauern, die sechs Tage später dem Kader von Bundestrainer Berti Vogts erwartungsgemäß eine 3:1-Schlappe beibringen. Drastisch formuliert: Gelingt in der Schlussminute gegen die GUS kein Tor, winkt das Rückreiseticket. Wie wir wissen, kommt es anders: Der sechs Jahre für den Kölner Geißbock spielende gebürtige Berliner Thomas „Icke“ Häßler zirkelt in der Schlussminute einen perfekt ausgeführten 20-Meter-Jahrhundert-Freistoß über die Mauer und am gegnerischen Keeper vorbei ins rechte obere Toreck. Ausgleich, Deutschland bleibt im Rennen, mogelt sich ins Finale, scheitert dort aber zur Verblüffung aller 2:0 an Dänemark.
Ein kleiner Tipp für alle Fußball-Gourmets: Schaut unbedingt dieses sensationelle Freistoßtor an (Stichwort „Tor des Monats Juni 1992“), welches den sympathischen 1,66 Meter kleinen Blondschopf zum deutschen Fußballer des Jahres und zum Dritten bei der Wahl zum Weltfußballer beförderte.
Wir katapultieren uns 22 Jahre Back To The Future und erleben an einem sengend-schwülen dritten Maisamstag 2014 auf dem trockenen Ascheplatz von Gymnich, bei dem jeder darüber rutschende Fußballstollen dichte rote Staubschwaden verursacht, eine zwar durchweg spannende Begegnung, die jedoch von beiden Gegnern, die vom 3:3-Hinspiel jeweils noch eine Scharte auszuwetzen haben, hektisch, unkontrolliert und dadurch technisch auf niedrigem Stand angegangen wird: Pässe landen häufig im Niemandsland oder prallen am eigenen Mann ab und zurück zum Ursprungsort, sauber geplante und umgesetzte Angriffsstafetten bleiben Mangelware, insgesamt bietet sich dem Publikum der Anblick eines amateurhaften Dorfplatzgebolzes, wie wir ehrlich einräumen müssen.
Begünstigt durch eine strittige Abseitsaberkennung gelingt Rheinsüd zu Beginn der zweiten Halbzeit das 1:0, der Ausgleich durch das nun mit Pressing aufdrehende Team von Gymnich liegt in der Luft und fällt auch zehn Minuten vor Schluss! Bliebe das Ergebnis so, wäre höchstwahrscheinlich das Fernduell mit dem punktgleichen Tabellenersten Brühl-Schwadorf (siehe Spielbericht vom 6.5.2014) endgültig verloren! Die Zeit spielt ab jetzt erbarmungslos gegen unsere C-4-Jugend.
Vorletzte Minute, immer noch 1:1, Tabellenführung so gut wie abgehakt, dann aber erhält Rheinsüd einen Freistoß zugesprochen. Torentfernung: etwa zwanzig Meter. Unser Spieler, dessen Namen wir hier nicht nennen wollen, greift beherzt zum Ball, gräbt zu dessen Stabilisierung eine kleine Mulde in den Ascheboden, tritt an und zirkelt in der Schlussminute einen perfekt ausgeführten Freistoß über die Mauer und am gegnerischen Keeper vorbei ins rechte obere Toreck. Rheinsüd bleibt im Rennen!
Bleiben wir bescheiden und sprechen nicht von einem Jahrhundertereignis, aber doch von einer technisch sehr beeindruckenden Leistung des noch lange nicht 1,66 Meter großen sympathischen Braunschopfes, der über das gesamte Spiel überdies einen herausragenden Einsatz gezeigt hatte.
Sometimes history´s repeating, diesmal zu Gunsten von Rheinsüd. Glückwunsch an die C-4-Jugend und Dank an das Trainerteam, dessen Nervenflattern am Ende doch noch belohnt wurde!
Spielbericht:  Jürgen Everling

Nachtrag zum Spielbericht C-4-Jugend
FERNDUELL AM SAMSTAG, DEN 17. MAI 2014 STELLT DIE WEICHEN NEU
Parallel zu dem knappen Rheinsüd-Auswärtssieg (2:1) in Hürth-Gymnich (siehe Spielberichte) lief die zweite Spitzenbegegnung in unserer Gruppe, bei der der bisherige Tabellenerste FC Brühl-Schwadorf 1973 e. V. sein Heimspiel gegen den Efferener BC 2 mit 0:1 verlor, der jedoch noch 3 Spiele vor sich hat, in denen gepunktet werden kann, Schwadorf und Rheinsüd dagegen nur jeweils 2 Spiele.
Aktuell ist also die C-4-Jugend von Rheinsüd durch den Last-Minute-Erfolg am vergangenen Samstag Spitzenreiter, jedoch ist die Situation an der Tabellenspitze noch ganz offen und wird es auch bis zum letzten Spieltag am Samstag, den 31. Mai 2014, streng genommen wegen eines Nachholspiels bis zum Dienstag, den 3. Juni 2014 noch bleiben: Drei Clubs haben noch die Chance, am Schluss der Saison 2013/2014 den ersten Platz der C-Junioren-Normalstaffel 1. Kreisklasse zu behaupten.
Hoffen wir mit unseren zuletzt sehr erfolgreichen Spielern und dem über die gesamte Saison sehr engagierten Trainer- und Betreuerteam, dass dieser Club FC Rheinsüd Köln heißen wird.
Nachtrag zum Spielbericht vom 17.5.2014:  Jürgen Everling

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